Hypnose

Zitat:

 

Dr. M. Erickson (Psychoanalytiker ) sagte einmal:

 

„80% aller Menschen leben in der Trance, wir müssen Sie nicht hypnotisieren, wir müssen Sie wach rütteln, zur Besinnung bringen.“

 

 

Einsatzmöglichkeiten der Hypnose:

 

Angstbewältigung, Depressive Verstimmungen, Flugangst, Prüfungsangst, Phobien (z. B. Spinnen), Panikattacken, Zahnarztphobien, Schmerztherapie, Zwangshandlungen, Schulstress, Raucherentwöhnung

 

 

Was versteht man unter Hypnose?

 

In der Hypnose wird der Patient durch Techniken der Tranceeinleitung in einen entspannten Zustand hinein geführt, in welchem Gefühle und das Unterbewusstsein allgemein zugänglicher sind. Die Kontrolle durch den Verstand wird reduziert und dadurch werden die s. g. limbischen Hirnstrukturen (Gefühlszone) aktiver und zugänglicher für Veränderungen.

 

Der Geist ist hierbei klar und konzentriert, allerdings tiefer und inniger mit seinem Unterbewusstsein verbunden, sodass z.B. durch therapeutische Strategien alte emotionale Verletzungen und Traumata erneut aufgegriffen und ausgeheilt werden können.

 

 

Kann ich hypnotisiert werden?

 

Jeder Mensch ist hypnotisierbar, wir fallen ganz von alleine mindestens zwei Mal am Tag in Hypnose: ein Mal kurz nach dem Aufwachen und ein Mal kurz vor dem Einschlafen.

 

Menschen, denen es besonders schwer fällt, die Kontrolle abzugeben, benötigen dafür aber einige Sitzungen mehr (kann auch zu Hause geübt werden) um die „Bereitschaft die Kontrolle abzugeben (Eigenmotivation) zu erhöhen.

 

 

Wie fühlt sich Hypnose an?

 

Man kann es vergleichen mit dem Zustand kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen. Oder wir sind tief in die Story eines Films (oder Buches) versunken, oder bei einer Tätigkeit das Zeitgefühl verlierend (z.B. Autofahren), befinden wir uns in der Trance, dem für die Hypnose typischen Zustand. Es ist also einfach ein Zustand tiefer Entspannung bei welchem wir zugleich voll fokussiert sind (z.B. auf geplante Handlungen, auf die Vergangenheit oder auch auf Gefühle) und uns von (fast) nichts ablenken lassen.

 

 

Verliere ich unter Hypnose die Kontrolle?

 

Nicht allen Menschen fällt es leicht die Kontrolle abzugeben, oft aus der Angst heraus, dass aus dem Unterbewusstsein Themen „hoch kommen“ könnten, die einen in der Alltagsfähigkeit beeinträchtigen können. Es zeugt eher von Stärke (zudem ist es für die Hypnose sehr nützlich) wenn jemand die Kontrolle abgeben kann.

 

Ihr Verstand ist aber weiter wachsam. Sie bekommen alles mit, was in der Sitzung geschieht und insofern werden Sie ungewollt keine unangenehmen Geheimnisse ausplaudern, selbst dann nicht, wenn Sie danach gefragt werden sollten.

 

Ganz allgemein gilt also:

 

Falls es notwendig ist, kann die Aktivität des Verstandes wieder erhöht werden, dies sollte aber bei einer professionellen Hypnosetherapie nicht oder nur selten notwendig sein. Am wichtigsten ist hierbei eine gute Therapeut-Patient-Beziehung wie auch eine – gemeinsame – professionelle Vorbereitung von Inhalt und Ablauf der Hypnosesitzung.

 

Auch wenn oft in Fernsehen und Showhypnose ein anderes Bild vermittelt wird, der Patient bestimmt die Tiefe der Trance und behält so die Kontrolle, der Hypnotiseur ist mehr Werkzeug. Der Patient bestimmt, in wie weit er sich auf die Suggestionen des Hypnotiseurs einlässt.

 

 

Wie hängt Hypnose mit der Hirnentwicklung zusammen und was ist der „kritische Faktor“?

 

Kinder sind zu Beginn ihres Lebens eigentlich die ganze Zeit in Trance weil der Verstand („kritischer Faktor“) noch nicht ausgebildet ist. Die stärksten emotionalen Verletzungen entstehen deswegen auch in der Kindheit, die uns dann später das Leben erschweren. Eben dieser kritische Faktor, der uns später den Zugang zu den Gefühlen erschwert und dazu führt, dass diese nicht verarbeitet werden können, ist im Zustand der Hypnose abgesenkt, sodass die s. g. limbischen Hirnstrukturen (Gefühlsstrukturen) aktiver und dadurch zugänglicher für Veränderungen sind.

 

Wird der kritische Faktor (Verstand) abgesenkt, setzen wir gewissermaßen in der Hypnosesitzungen – in Teamarbeit – Verdrängungsmechanismen aus. Somit kommen wir an unverarbeitete Themen und Gefühle heran. Somit können wir mit diesen Themen und Gefühlen arbeiten und Neu- und Umbewertungen erreichen.

 

 

Ist Hypnose eine wissenschaftliche Methode oder Esoterik?

 

Die Wirksamkeit der Hypnosetherapie bei vielfältigen Störungen ist gut erforscht. Die wissenschaftliche Anerkennung der Hypnose erfolgte in

 

·         England bereits im Jahre 1955

 

·         Vereinigten Staaten 1960

 

·         Deutschland erst im Jahre 2006

 

Forschungsbelege für die Wirksamkeit der Hypnose existieren schon sehr viel länger.

 

Es geht darum im Unterbewusstsein abgespeicherte Erfahrungen (z.B. wenn jemand emotional in einem Schock oder in einer Trauer „stecken geblieben“ ist) erneut aufzugreifen und neu zu bewerten. Ebenso lassen sich Verallgemeinerungen aufheben und so Dinge voneinander trennen, die nicht zusammen gehören (wie z.B. Kindheit und Erwachsenenleben)                                          Dieses wird  Dekonditionierung (Entlernen) und Umkonditionierung (Umlernen) genannt.   Dadurch erst wird es möglich, persönliche Probleme zu lösen und positive Veränderungen einzuleiten, z.B. in dem traumatische Erfahrungen ausgeheilt und emotionaler Ballast abgeworfen wird.

 

 

Gründe gegen den Einsatz oder die Wirksamkeit  der Hypnose-Therapie

 

  • die Einnahme mittelhoher bis hoher Dosen Neuroleptika, da durch die Einnahme von Neuroleptika der Zugang zum Emotionsgedächtnis stark erschwert wird und das Gehirn oft – dies ist wichtig für jeglichen therapeutischen Fortschritt – keine Neubewertung vornehmen kann
  • akute Psychosen wie schizophrener Schub, akute Wahnhaftigkeit, akute manische Zustände
  • stark ausgeprägtes Suchtverhalten (Alkohol, Drogen, Medikamente)
  • stark ausgeprägte Borderline-Persönlichkeit
  • kürzlich vorgefallener Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Thrombose, bei der der behandelnde Arzt von einer Tiefenentspannung abrät (erfordert ärztliche Abklärung)
  • akute oder chronische Erkrankungen, die einer körperlichen Entspannung entgegenstehen (mit Arzt abklären)
  • fehlende Eigenmotivation sich in den therapeutischen Prozess einzubringen
  • bei akuter Suizidalität sollte eine Hypnosebehandlung immer – wie auch sonst – in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt/Therapeuten erfolgen

 

Wie viele Hypnose-Sitzungen werden für mein Thema benötigt?

 

Dies kann nicht pauschal beantwortet werden, es ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich, denn jeder Mensch reagiert anders. In den meisten Fällen sind aber – bei guter Zusammenarbeit – zwischen 1 und 5 Sitzungen notwendig.

 

 

 

Was kostet eine Hypnose-Sitzung?

 

1.Sitzung mit Beratungsgespräch und Hypnose kostet 120,-€ (ca.2 - 2.5 Stunden)

 

2. Sitzung mit Hypnose kostet 80,-€ (ca. 1 - 1.5 Stunden)

 

In der Hypnosetherapie arbeite ich ausschließlich mit Selbstzahlern zusammen.

 

Ich plane für einen Termin einen festen Zeitrahmen ein. Sollten Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, sagen Sie ihn bitte rechtzeitig ab. Bei Terminabsagen unter 24 Stunden oder bei Nicht-Wahrnehmung des Termins ohne vorherige Absage, behalte ich mir vor, eine Kostenpauschale von 80,-€ in Rechnung zu stellen.