Kinderwunsch

 

 

Hier habe ich Ihnen einmal eine Zusammenfassung eingestellt, die aus der Schulmedizinischen Sichtweise das derzeitige Wissen wiederspiegelt.   

                                                                                                                                                                                                                               Ich habe mir erlaubt ein paar kleinere Anmerkungen hinzu zu fügen.

 

Grundsätzlich bin ich kein Gegner der Schulmedizin, ich würde mir nur wünschen das die Zusammenarbeit eine bessere Chance hätte.

 

Gerade weil die betroffenen Paare oftmals einem großen Leidensdruck ausgesetzt sind, wenn die Behandlungen über die KiWu-Kliniken

 

erfolgen. 

 

Vielem, von dem hier veröffentlichten Material, kann ich ruhigen Gewissen zustimmen.                 

 

Jedoch wird in der Realität oftmals vergessen, dass es sich um Menschen handelt, deren größter Wunsch ist, ein eigenes Baby zu bekommen.

 

 

 

 

Kinderwunsch

 

10 Tipps um schwanger zu werden

 

 

1. Finden Sie Zeit füreinander
Wenn Sie ein Baby wollen, müssen Sie zum richtigen Zeitpunkt miteinander  Geschlechtsverkehr haben. (Vergessen sie den Spaß daran nicht)  

 

2. Bewegen Sie sich regelmäßig                                                                                                                                                                          Den Kreislauf durch Bewegung auf Trab zu bringen, tut dem ganzen Körper wohl. Ein wenig laufen, Rad fahren, schwimmen gehen - Bewegung und moderater Sport senken den Stress-Level und erhöhen die Fruchtbarkeit. Leistungssport hingegen, beim Mann und bei der Frau, ist beim Schwanger werden eher hinderlich. (Vorsicht bei zu viel Rad fahren, es erhöht den Druck auf die Hoden des Mannes)                  

 

3. Ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Folsäure. (Wichtig!)                                                                                                               

 

4. Bringen Sie Ihre Zähne in Ordnung.
Frauen mit Amalgam-Plomben haben seltener Eisprünge (siehe auch Umweltgifte).                                                                                                               

 

5. Klären Sie mindestens drei Monate vor Absetzen der Verhütungsmittel, ob Sie gegen  Röteln immun sind                             (Impfungen während der Schwangerschaft haben ein nicht zu kalkulierendes Risiko für ihr ungeborenes Kind).

 

6. Nicht jede Stellung ist gleichermaßen geeignet, um schwanger zu werden.
Es gibt bestimmte Stellungen, bei denen Sie den Spermien den Weg zum Eileiter erleichtern können.                                                                               

 

7. Optimal ist es, wenn Sie während der fruchtbaren Tage alle zwei Tage Geschlechtsverkehr haben.
Wenn Sie öfter miteinander Sex haben, verringern sich die Spermien und wenn Sie seltener miteinander Geschlechtsverkehr haben, sinkt die Chance auf eine Schwangerschaft - aber: Wichtiger als die Anzahl ist, dass es Ihnen Spaß macht.                                                                                

 

8. Genussgifte einschränken.
Alkohol, Nikotin, (auch schwarzer Tee) und Kaffee sind Gifte, die wir uns selber zuführen. Diese können schon beim Wunsch, schwanger zu werden, eingeschränkt werden, um eine möglichst gute Voraussetzung zu schaffen. Gegen ein Gläschen hier und da und übliche Mengen Kaffee (ein bis zwei Tassen pro Tag) ist jedoch nichts einzuwenden. Auch für die männliche Fruchtbarkeit ist es sinnvoll, dass Rauchen aufzugeben und den Alkoholkonsum einzuschränken.                                                                                                                                                                    

 

9. Ernähren Sie sich gesund.
Fehlernährung kann den Hormonhaushalt durcheinanderbringen und somit die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Essen Sie abwechslungsreich und gesund. Schon vor der Schwangerschaft sollte man sich ausgewogen ernähren, damit der Körper für eine kommende Schwangerschaft gut gewappnet ist. Auch Über- oder Untergewicht ist nicht ideal: Frauen mit einem BMI zwischen 20 und 30 werden am schnellsten schwanger. (Übergewicht kann einen zu hohen Östrogenspiegel beim Mann und bei der Frau verursachen)    

 

10. Lassen Sie sich frühzeitig auf Geschlechtskrankheiten untersuchen.
Viele Geschlechtskrankheiten verlaufen unbemerkt, können Sie aber Unfruchtbarkeit bei der Frau verursachen. (Insbesondere Infektionen mit Clamydien verlaufen lange unbemerkt).  Klären Sie ab, ob Sie möglicherweise eine solche Infektion haben und lassen Sie sich sofort

behandeln.

 

 

 

Kinderwunsch

 

 

Voraussetzungen, um schwanger zu werden  

                                                                                                          

Um ein Kind zu zeugen, müssen viele Faktoren zusammenpassen. Sowohl die körperlichen Voraussetzungen bei Frau und Mann (es dürfen

 

keine organischen Störungen der Geschlechtsorgane vorliegen) wie auch die funktionellen Vorgänge, wie etwa der Hormonstoffwechsel,

 

müssen funktionieren. Auch muss Geschlechtsverkehr zum richtigen Zeitpunkt stattfinden. Vom Moment des Eisprungs an kann die Eizelle

 

in den nächsten 12 Stunden befruchtet werden. Spermien können im weiblichen Genitaltrakt bis zu 60 Stunden überleben. Wenn Sie

 

schwanger werden wollen, ist der optimale Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr mindestens 12 Stunden vor dem Eisprung.

 

 Vorab noch ein Hinweis: Auch wenn Sie auf alles geachtet haben: die Wahrscheinlichkeit in einem Zyklus schwanger zu werden, beträgt

 

nicht mehr als 30%. Wenn Sie sich zu sehr auf dieses eine Mal konzentrieren und zu viele Hoffnungen darauf setzen, stellen Sie sich unter

 

einen besonderen psychischen Stress. Dann macht der Sex keinen Spaß mehr. Genießen Sie Ihren Sex und betrachten Sie das Kinderzeugen

 

nicht als Pflichtübung, die im Terminkalender steht. Mit Lust macht der Sex nicht nur mehr Freude, Lust fördert auch die Fruchtbarkeit. Je

 

lustvoller Sie es miteinander treiben, umso feuchter wird die Vagina. Eine feuchte Vagina macht nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch

 

förderlich für den Spermientransport. Falls Ihre Vagina trocken ist und Sie normalerweise Gleitcremes benutzen, verzichten Sie auf diese

 

Hilfsmittel. Gleitmittel beinhalten manchmal Zutaten, die den Spermien abträglich sind. Allerdings gibt es inzwischen im Handel spezielle

 

Gleitgele bei Kinderwunsch, die für einen optimalen pH-Wert  in der Scheide sorgen sollen.                                                                               

 

Kinderwunsch-Gleitgel: Ritex®, Pre Seed®, Prefert® & Co.

 

Im Auftrag des Anbieters Ritex® wurden Laboruntersuchungen durchgeführt, die zeigen konnten, dass sein entwickeltes Kinderwunsch-Gleitgel die Spermien nicht stört. Auch Untersuchungen von Pre Seed® kamen zu dem Ergebnis, dass die Spermienbeweglichkeit durch ein bestimmtes Gel nicht vermindert wird. Besser ist es, wenn Sie Ihr Vorspiel ausdehnen, um die Produktion von Feuchtigkeit in der Vagina anzuregen. Hilfsmittel wie Spucke, Eiweiß, Salzwasser oder ähnliches verändern den pH-Wert der Scheide und können die Spermienbeweglichkeit beeinträchtigen. Falls es ohne nicht geht, kaufen Sie ein spezielles Gleitgel bei Kinderwunsch, welches die Spermien nicht abtötet.

 

Pure Lust!                                                                                                                                                                               Durch eine feuchte Vagina wird die Chance auf eine Schwangerschaft erhöht. Die Spermien können sich so nämlich leichter fortbewegen.

 

Auf dem Höhepunkt!                                                                                                                                                               Die periodischen Zuckungen (Kontraktionen) der Gebärmutter beim weiblichen Orgasmus können tatsächlich helfen, die Spermien in die richtige Richtung zu transportieren.

 

Beine hoch!                                                                                                                                                                           Handstand machen oder Beine in die Höhe strecken und damit ein paar Minuten Fahrrad fahren – es gibt viele Methoden, um den Spermien den Weg zu weisen. Zwar finden sie diesen auch ganz von alleine, wer aber trotzdem unterstützen möchte, muss nicht gleich zur Turnerin werden. Legen Sie sich nach dem Geschlechtsverkehr einfach ein Kissen unter das Becken und bleiben Sie ganz entspannt noch eine Weile liegen.

 

Die eine oder andere Beischlafposition erleichtert es den Spermien, ihren Weg zum Muttermund besser zu finden. Hier finden Sie weitere

 

Tipps, die Ihnen die Zeugung erleichtern:

 

Missionarsstellung
Die in der westlichen Welt übliche Stellung beim Geschlechtsverkehr ist die Missionarsstellung: Die Frau liegt auf dem Rücken, der Mann

 

liegt auf ihr. Beide sind sich zugewandt. Diese Stellung ist gut geeignet, um schwanger zu werden. Der Penis kann tief in die Vagina

 

eindringen und die Spermien gelangen gut bis zum Muttermund.

 

Von hinten
Der Mann dringt von hinten in die Vagina ein. Sie liegt auf dem Bauch, entweder mit leicht angewinkelten Knien oder schräg auf der Seite

 

mit einigen Kissen unterm Bauch. Diese Stellung ist für alle Frauen gut geeignet, deren Gebärmutter ein wenig nach hinten abgeknickt ist. So

 

gelangt der Penis tiefer in die Vagina und das Sperma näher an den Muttermund.

 

Was Sie nicht tun sollten, wenn Sie schwanger werden wollen                                                                                              Vermeiden Sie jegliche Stellung, die nicht geeignet ist, das Sperma tief in die Vagina zu bringen, wie beispielsweise Geschlechtsverkehr im Stehen oder im Sitzen. Leeren Sie vor dem Geschlechtsverkehr Ihre Blase, damit Sie hinterher nicht auf die Toilette müssen und noch eine halbe Stunde in Ruhe liegen bleiben können, damit die Spermien Zeit haben, durch den Muttermund zu gelangen.

 

·         Nach Analverkehr sollten Sie den Penis nie in die Vagina einführen: Die Scheidenschleimhaut ist sehr empfindlich und Infektionen  können auftreten.

 

·         Vermeiden Sie Sex in der Badewanne: Heißes Wasser beeinträchtigt die Spermienproduktion.

 

Orgasmus
Um ein Kind zu zeugen, muss zumindest der Mann einen Orgasmus haben und in die Vagina der Frau ejakulieren. Es gibt keine

 

wissenschaftlichen Untersuchungen darüber, ob der Orgasmus einer Frau einen positiven Einfluss darauf hat, dass sie schwanger wird jedoch

 

liegt die Vermutung nah.

 

Schwanger werden ohne Stress bei Kinderwunsch                                                                                                              Auch wenn die fruchtbaren Tage bestimmt werden, sollten Paare sich nicht zu sehr auf das "Ziel",                                                           nämlich das Schwanger werden versteifen. Genießen Sie Ihre Sexualität und haben Sie Sex, wann Sie möchten -  dabei sollten Sie sich nicht von Kalendern unter Druck setzen lassen. Es ist umstritten, inwiefern Stress das Schwanger werden verhindert, für die Beziehung ist es keinesfalls förderlich. Setzen Sie sich und Ihren Partner nicht unter Druck - schwanger werden kann man nicht erzwingen. Spaß ist das Zauberwort: Sowohl der männliche, aber auch der weibliche Orgasmus ist förderlich, um schwanger zu werden. Es ist ganz normal, dass es eine Weile dauern kann, bis sich eine Schwangerschaft auf natürlich Wege einstellt. Bei manchen Frauen geht das ganz schnell, andere Paare brauchen etwas, bis sich nach dem Absetzen der Verhütung eine Schwangerschaft einstellt. Setzen Sie sich bitte nicht unter Druck, versuchen Sie sich keinen Stress zu machen und die Kinderwunschzeit zu genießen.

 

Stress reduzieren?                                                                                                                                                                   Es ist kein Mythos, dass Stress daran hindert, schwanger zu werden. Neuen Erkenntnissen zufolge kann starker Stress zu einem unregelmäßigen Zyklus führen und sich bei Männern auf die Qualität der Spermien auswirken. Beides erleichtert das Schwanger werden nicht unbedingt, hindert jedoch nicht automatisch daran. Paare, die sehr viel Stress haben, sollten sich allerdings überlegen, ob es wirklich der passende Zeitpunkt für ein Kind ist.

 

Arztbesuch bei Kinderwunsch                                                                                                                                              Wer bewusst schwanger werden möchte, sollte einen Termin zum Check-Up beim Arzt machen. Röteln-Titer, aber auch wichtig, die Schilddrüsenwerte sollten überprüft werden. Ein Blutbild gibt Auskunft über eventuelle Mängel oder Probleme, die idealerweise vor einer Schwangerschaft behandelt werden müssen. Selbst wenn Paare eine gesunde Lebensführung haben, bedeutet dass nicht automatisch, dass das Schwanger werden auch sehr schnell geht. Damit ein Kind entstehen kann, müssen viele Faktoren perfekt zusammen passen, auf die nicht immer direkt Einfluss genommen werden kann. Versuchen Sie, sich in Geduld zu üben und diese besondere Zeit des Kinderwunschs zu genießen - bestimmt klappt es dann auch bald mit dem Schwanger werden!

 

Statistik über die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden                                                                                                Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, liegt in jedem Menstuationszyklus bei etwa 15-25% (vorausgesetzt, Sie machen alles richtig und haben Geschlechtsverkehr in der fruchtbaren Zeit). Von den Frauen, die ein Kind wollen und schwanger werden,

 

·         werden etwa 50% während der ersten 3 Monate, in denen sie dies versuchen, schwanger;

 

·         bei etwa 75% klappt es innerhalb der ersten 6 Monate;

 

·         90% werden innerhalb eines Jahres schwanger.

 

Durchschnittlich dauert es etwa 4 Monate schwanger zu werden.

 

Unregelmäßiger Zyklus
Falls Ihr Menstruationszyklus unregelmäßig ist, dauert es durchschnittlich länger, bis Sie schwanger werden, weil es schwieriger ist, die

 

fruchtbaren Tage zu ermitteln.

 

Je älter ...

 

Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, sinkt, wenn die 40 überschritten ist.

 

Was tun, wenn Sie nicht schwanger werden?
Abhängig vom Alter und der medizinischen Vorgeschichte sollten Sie, falls Sie körperlich gesund sind und keine Beschwerden haben, Ihren

 

Arzt aufsuchen, wenn:

 

·         Sie jünger als 25 Jahre sind und schon länger als ein Jahr vergeblich versuchen schwanger zu werden.

 

·         Sie zwischen 25 und 30 Jahren alt sind und schon länger als 9 Monate vergeblich versuchen schwanger zu werden.

 

·         Sie zwischen 30 und 35 Jahren alt sind und schon länger als 6 Monate vergeblich versuchen schwanger zu werden.

 

·         Sie älter als 35 Jahre alt sind und schon länger als 3 Monate vergeblich versuchen schwanger zu werden.

 

Was hat sich mit unserer Fruchtbarkeit verändert?                                                                                                       Die Fruchtbarkeitsrate ändert sich rapide.
Noch vor einer Generation ging dem Kinderkriegen nicht notwendig eine bewusste Entscheidung voran. Dagegen erlauben die modernen Möglichkeiten der Verhütung und Familienplanung heute rationale Entschlüsse und Planbarkeit. Die Planbarkeit allerdings hat ihre Grenzen: Trotz optimaler Verhütung kann es vorkommen, dass ein Kind unerwartet und ungewollt entsteht - oder andererseits eine geplante und gewünschte Schwangerschaft ausbleibt. Immer mehr Paare können sich den Kinderwunsch nicht erfüllen.

 

Statistische Veränderungen
Die gewaltige gesellschaftliche Veränderung in den letzten Jahrzehnten bringt es mit sich, dass Frauen zunehmend mehr Wert auf eine

 

qualifizierte Ausbildung legen. Sie gehen durchschnittlich später eine feste Partnerschaft ein und möchten folglich auch später ihr erstes Kind

 

bekommen. 1970 war das Durchschnittsalter der Frau bei der Geburt ihres ersten Kindes 24 Jahre - 1990 waren es schon 27 Jahre. Die Zahl

 

der Frauen, die erst nach dem 30. Lebensjahr ihren Kinderwunsch verwirklichen möchten, hat sich in den letzten zehn Jahren bereits

 

verdoppelt; mehr als zehn Prozent der neugeborenen Kinder haben eine Mutter, die älter als 35 Jahre ist. Mit höherem Alter der Frau nimmt

 

jedoch die Fruchtbarkeitsrate ab.

 

Fruchtbare Tage bestimmen und schwanger werden                                                                                                    Wenn bei Kinderwunsch ganz bewusst ein Baby geplant wird, sollten auch die Voraussetzungen stimmen. Wichtig ist, dass der Zyklus der Frau funktioniert und sie einen regelmäßigen Eisprung hat. Mit unserem Eisprungkalender lassen sich die fruchtbaren Tage im Zyklus berechnen. Vielleicht verwenden Sie aber auch schon einen Zykluscomputer oder kennen die Symptome und Anzeichen für Ihren Eisprung.

 

Was, wenn sich der Kinderwunsch nicht erfüllt?    

 

Bei den allermeisten Frauen erfüllt sich der Kinderwunsch innerhalb eines Jahres. Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht in Ordnung

 

ist, sollten Sie sich nach einem Jahr wegen des Kinderwunschs Hilfe suchen.  

 

Fruchtbare Tage erkennen                                                                                                                                                 Damit Sie Ihre fruchtbaren Tage zuverlässig erkennen können, sollten Sie mehrere Methoden der Familienplanung miteinander kombinieren: die Messung der Basaltemperatur, die Untersuchung des Zervixschleims und die Beobachtung der Veränderungen am Muttermund.

 

Messung der Basaltemperatur                                                                                                                                             Ihre Körpertemperatur kann Aufschluss über den Zeitpunkt Ihrer fruchtbaren Tage geben. Dazu müssen Sie Ihre Temperatur jeden Morgen nach dem Aufwachen im Liegen messen. Wahrscheinlich wird sie normalerweise um die 36,5 Grad betragen. Ist Ihr Eisprung vorüber, steigt sie leicht an und bleibt bis zur nächsten Regelblutung erhöht. Da Sie mit der Temperaturmessung feststellen, wann der Eisprung gerade vorbei ist, muss unabhängig davon eine weitere Untersuchung stattfinden – die Beobachtung des Zervixschleims

 

Zervixschleimmethode                                                                                                                                                             Der Zervixschleim verändert sich im Laufe Ihres Zyklus. Wann eine Veränderung auftritt, können Sie leicht selbst feststellen. Denn nur an den fruchtbaren Tagen wird der Schleim transparent und flüssig. Er lässt sich dann zwischen den Fingern oder auf dem Toilettenpapier wie Eiweiß spinnen. Sie können die Beschaffenheit des Schleims beim Toilettengang selbst untersuchen.

 

Fruchtbare Tage nutzen                                                                                                                                                     Alle Methoden, mit denen Sie die fruchtbaren Tage erkennen können, müssen über eine längere Zeit angewendet werden, bis sie Ihnen relevante Ergebnisse liefern. Je länger Sie Ihre Körpertemperatur messen, desto besser lassen sich die Ergebnisse beurteilen. Auch die eigene Untersuchung von Zervixschleim und Muttermund braucht ein bisschen Übung. Nach einer Weile können Sie die „Zeichen“ für die fruchtbaren Tage richtig deuten. Die Ergebnisse werden separat notiert und dann miteinander verglichen. Haben Sie den Zeitpunkt Ihrer fruchtbaren Tage bestimmt, sollten Sie diese dann natürlich nutzen, um schwanger zu werden.

 

Warum wünschen wir uns nichts mehr als ein Baby?                                                                                                      Sie verziehen beim Anblick winziger Strampler verzückt das Gesicht oder möchten den zuckersüßen Nachwuchs guter Freunde am liebsten behalten?

 

Dann beschreibt ein Wort Ihren Zustand: Babyfieber. Woher der starke Kinderwunsch kommt, unbedingt ein eigenes Kind in Händen zu halten, haben

 

Forscher im US-Bundesstaat Kansas untersucht. Zwar kennt man das Phänomen aus Filmen und TV-Schmonzetten – dass Frauen, gerade solche um

 

die 40, ihre biologische Uhr ticken hören und sich urplötzlich sehnlichst ein Baby wünschen.       

 

Die Psychologen aber wollten von ihrer Warte aus herausfinden, wen das Babyfieber packt und vor allem, woher es kommt. Dazu stellten sie drei

 

mögliche Hypothesen auf:

 

  • Soziokulturelle Theorie: Paare wollen ein Baby, weil es ihnen ihre Geschlechterrollen innerhalb der Gesellschaft diktieren. Gerade Frauen sehen Kinderkriegen als ihre gesellschaftliche Hauptaufgabe an.
  • Babyfieber als Nebenwirkung: Wenn Menschen ein fremdes Baby sehen, meldet sich ihr Pflege-Instinkt – sie wollen selbst ein Kind haben, um das sie sich kümmern können.
  • Anpassungs-Theorie: Das Babyfieber entspringt als emotionales Signal im Geist – die Idee, ein Kind zu haben, setzt sich ins Bewusstsein durch.

 

Frauen wollen öfter ein Kind, Männer lieber Sex                                                                                                            Die Psychologen erhielten als Umfrage-Ergebnis eine Handvoll Überraschungen: Am Babyfieber „erkranken“ können beide Geschlechter. Allerdings verspüren Frauen öfter im Leben den dringlichen Wunsch, Nachwuchs zu haben. Genauer gesagt wollten die befragten Frauen öfter ein Baby als Sex mit ihrem Partner – Männer sehen das umgekehrt. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Schließlich hängen Sex und Kinderkriegen doch ziemlich eng zusammen. Ihre drei Thesen fanden die Forscher dagegen nur wenig bestätigt: „Unsere Studie stützt kaum die Annahme, dass Geschlechterrollen und fehlgeleiteter Hege-Instinkt die treibenden Kräfte für Kinderwunsch sind“, sagen die Forscher. Stattdessen erstellten Sie einen neuen Fragebogen. Er basiert auf den Auskünften von College-Studenten und Online-Teilnehmern, warum sie sich ein Baby wünschen – oder auch nicht.

 

Ekel vor Babys Ausscheidungen                                                                                                                                       Drei Kinderwunsch-Faktoren kristallisierten sich als ausschlaggebend heraus: Die „positive Exposition“ etwa kommt zum Tragen, wenn wir anderer Leute Kinder knuddeln, auf sie aufpassen oder Spielzeug und kleine Klamotten anschauen. Das Gegenteil ist die „negative Exposition“: Viele ekeln sich vor vollen Windeln, Baby-Erbrochenem oder finden einen kindlichen Schreianfall ohne erkennbare Ursache einfach nur zum Gruseln. Als dritter Punkt spielt die Gesellschaft in den Babywunsch hinein: Eigene Kinder wirken sich schließlich auf die finanzielle Lage, das Berufsleben und die sozialen Beziehungen aus. Ein Baby zu haben heißt vor allem: Kompromisse machen können und wollen. Ob jemand vom Babyfieber ergriffen wird oder nicht, hängt also davon ab, ob im Kopf der jeweiligen Person gerade die guten oder schlechten Seiten des Kinderkriegens die Oberhand gewinnen. Und natürlich ist der Kinderwunsch auch eine Typfrage.

 

Zwiespalt aus Reproduktion und finanzieller Belastung                                                                                            „Kinder zu haben ist sprichwörtlich der Grund, warum es uns gibt: um unsere Gene an die nachfolgende Generation weiterzugeben“, fassen die Forscher zusammen. „Aber ökonomisch gesehen sind Kinder eine Investition, für die man nie eine angemessene Wiedergutmachung bekommt. Und die jetzige Elterngeneration ist zwischen diesen zwei Seiten hin- und hergerissen.“ In weiteren Untersuchungen wollen die Psychologen klären, welche Rolle die Hormone dabei spielen – und warum einige das Babyfieber gar nicht und andere enorm stark spüren.

 

 

Unerfüllter Kinderwunsch                                         Sie haben Kinderwunsch, aber dieser bleibt zunächst unerfüllt? Hier habe ich für Sie alle Ursachen zusammengestellt und biete Ihnen viele Informationen zu Ursache und Behandlung sowie Hilfe.

 

Der Kinderwunsch muss nicht für immer unerfüllt bleiben                                                                                        Wenn der Kinderwunsch zunächst einmal unerfüllt bleibt und die Frau nicht schwanger wird, kann es verschiedene Ursachen geben, die mithilfe verschiedener Untersuchungen geklärt und oft auch behandelt werden können. Die gute Nachricht ist: Fast alle Paare mit Kinderwunsch halten früher oder später ein Baby im Arm. Die wenigsten Paare bleiben nach der entsprechenden Behandlung wirklich kinderlos.

 

Ursachen für Kinderlosigkeit sind vielfältig                                                                                                          Unfruchtbarkeit muss also nicht die letzte Diagnose sein. Eine vorübergehende Unfruchtbarkeit kommt sowohl bei  Männern (Sterilität) als

 

auch bei Frauen vor. Die Ursachen für Unfruchtbarkeit sind vielfältig. Bei Frauen kann es häufig am PCO-Syndrom liegen, einer

 

Gelbkörperschwäche oder weiteren Ursachen, die mit den Hormonen zusammenhängen. Die häufigste Ursache, warum es mit dem

 

schwanger werden nicht klappt, ist der fehlende Eisprung (Anovulation). Hier können Behandlungen mit Medikamenten, zum Beispiel

 

Clomifen oder Mönchspfeffer zur Zyklusregulation helfen. Um die zugrunde liegenden Aspekte für unerfüllten Kinderwunsch zu finden,

 

können verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden. Nicht zuletzt spielt aber auch das Fruchtbarkeit mit dem Alter abnimmt eine

 

Rolle. So sinkt bei Frauen ab etwa 35 Jahren die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden.         

 

Männer bleiben zwar bis ins hohe Alter theoretisch zeugungsfähig, aber auch sie können von unerfülltem Kinderwunsch betroffen sein.

 

Anatomische Probleme, Chromosomenstörungen, Hormonstörungen oder früher durchgemachte Infektionen (wie etwa Mumps) können dazu

 

führen, dass sie keine Kinder mehr zeugen können. Viele Probleme lassen sich aber behandeln. Einige kinderlose Paare entscheiden sich auch

 

für eine Adoption.

 

Depression durch unerfüllten Kinderwunsch                                                                                                               Gerade Frauen leiden häufig darunter, wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Wenn Sie spüren, dass sie depressive Phasen haben oder den Fokus nur noch auf den Kinderwunsch haben und dieses Thema sie so sehr beschäftigt, dass Sie die anderen, schönen Dinge im Leben nicht mehr genießen können, dann sollten Sie sich Hilfe suchen. Leider erfüllt sich nicht bei allen Paaren irgendwann der Kinderwunsch. Depressionen treten im Verarbeitungsprozess häufig auf, bis die Kinderlosigkeit akzeptiert werden kann.

 

10 Fragen bei unerfülltem Kinderwunsch                                                                                                                      Viele Paare wünschen sich nichts sehnlicher als ein Baby und trotzdem klappt es mit dem Schwanger werden einfach nicht. Jetzt kreisen viele Fragen im Kopf. Die wichtigsten Fragen zum unerfüllten Kinderwunsch sind häufig:

 

1. Schwanger werden: Wie viel „Wartezeit“ ist normal?                                                                                            Gerade erst die Pille abgesetzt und schon schwanger. Wer sich ein Baby wünscht, hört bei diesen Geschichten im Bekanntenkreis immer ganz genau hin. Dabei sollte man nicht vergessen: Darüber, dass es auch eine Weile dauern kann, schweigen die meisten. Nach jahrelanger hormoneller Verhütung ist eine Wartezeit von einem halben bis zu einem Jahr sogar ganz normal. Hierzu sollte man wissen, dass auch noch nach 30 Jahren Restbestandteile der Pillen-Inhaltsstoffe im weiblichen Körper nachweisbar sind. Weltweit treten bei jedem sechsten Paar innerhalb der ersten zwölf Monate Schwierigkeiten beim Schwanger werden auf. Nach einem Jahr regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr könnte eine Fruchtbarkeitsstörung vorliegen. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht man nach zwei Jahren von einer „sterilen Partnerschaft“.

 

2. Gründe für unerfüllten Kinderwunsch: Warum klappt das Schwanger werden einfach nicht?                                             Etwa 15 Prozent aller Paare haben Probleme damit, ein Kind zu zeugen – die Dunkelziffer der Betroffenen liegt aber noch weitaus höher. Oftmals ist keine vollständige Unfruchtbarkeit, sondern eine vorübergehende Fruchtbarkeitsstörung dafür verantwortlich. Die Ursachen für Unfruchtbarkeit liegen zu jeweils 30 bis 40 Prozent an biologischen Störungen bei Mann und Frau. Bei 20 Prozent der Paare mit Kinderwunsch liegt eine eingeschränkte Fruchtbarkeit beider Partner vor. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sie können hormoneller, organischer oder seelischer Natur sein.Einige Paare bleiben kinderlos, weil sie sich zu spät für ein Baby entschieden haben. Denn, dass die Fruchtbarkeit mit dem Alter abnimmt, wird oft unterschätzt. Je älter die Eizellen der Frau sind, desto häufiger treten Störungen der Eizellreifung auf. Beim Mann nimmt die Spermienqualität mit dem Alter kontinuierlich ab. Auch ein übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum kann die Fruchtbarkeit schädigen. Starkes Über- oder Untergewicht sowie exzessiver Sport und schwere körperliche Arbeit sind ebenfalls Risikofaktoren für Fruchtbarkeitsstörungen.

 

Medizinische Ursachen bei der Frau      

                                                                                                                                                                                                Ist der Hormonhaushalt der Frau gestört, reifen nicht genügend Eizellen heran und der Eisprung bleibt aus (z. B. PCO-

 

Syndrom). Erkrankungen wie eine gestörte Schilddrüsenfunktion oder ein gestörter Insulinstoffwechsel (z. B. bei Diabetes)

 

können ebenfalls dazu führen. Organische Ursachen für Sterilität sind Defekte der Eierstöcke, Eileiter oder Gebärmutter –

 

zum Beispiel, wenn ein Eileiterverschluss (viel trinken) oder eine Verwachsung der Gebärmutter vorliegt. Bei Frauen über

 

30 treten außerdem häufiger gynäkologische Krankheiten, wie eine Endometriose, auf. Auch Entzündungen, Infektionen

 

oder Operationen können zu einer Fruchtbarkeitsstörung führen. Selten liegen angeborene Fehlbildungen vor.

 

Medizinische Ursachen beim Mann  

                                                                                                                                                              Der häufigste Grund für Sterilität beim Mann ist eine verminderte Spermienqualität – es werden nicht genügend intakte,

 

bewegliche Samenzellen produziert (z. B. OAT-Syndrom). Die Zeugungsunfähigkeit kann durch Krankheiten wie

 

Hodenhochstand, erworbene Hodenfehlfunktionen (z. B. nach einer Mumps Erkrankung), eine Blockade der Samenwege

 

oder eine hormonelle Störung infolge einer Chromosomenanomalie (z. B. das Klinefelter-Syndrom) hervorgerufen werden.

 

Eine ungesunde Lebensweise mit starkem Nikotin- und Alkoholkonsum kann die Spermienproduktion ebenfalls negativ

 

beeinflussen. Auch zu erwähnen in diesem Zusammenhang wären Plastikflaschen, die die Östrogenbildung beim Mann

 

erhöhen, ebenso wie Handys in der Hosentasche oder Sitzheizung im Auto. Eine konstant erhöhte Temperatur der Hoden

 

kann eine Ursache für Unfruchtbarkeit sein.

 

3. Spielt die Psyche bei unerfülltem Kinderwunsch eine Rolle?                                                                                       In 10 bis 15 Prozent aller Fälle von ungewollter Kinderlosigkeit liegen keine biologischen Ursachen vor. Kommen Körper und Geist nicht zur Ruhe, verhindert der Körper selbst, dass es mit der Schwangerschaft klappt. Das seelische Befinden spielt beim Kinderwunsch also auch eine große Rolle. So haben Dauerstress und -belastungen im privaten oder beruflichen Bereich im Extremfall eine Störung des Hormonhaushalts zur Folge. Ein Teufelskreis: Denn, wird die Frau nicht schwanger, machen sich viele Paare noch mehr Stress. Nicht selten kommt es zu einer Schwangerschaft, wenn die Paare ihren Kinderwunsch aufgegeben haben oder z.B. ein Kind adoptiert haben.

 

4. Welche Untersuchungen führt ein Arzt bei Verdacht auf eine Fruchtbarkeitsstörung durch?                                   Frauen haben die Möglichkeit sich bei ihrem Gynäkologen untersuchen zu lassen. Bei Männern ist der Urologe für die körperlichen Untersuchungen zuständig. Für Kinderwunschbehandlungen gibt es reproduktionsmedizinische Zentren und Spezialpraxen. Ihr Arzt wird als Erstes eine ausführliche Anamnese durchführen. Das heißt, er befragt sie nach Ihrer Krankengeschichte (z. B. Krankheiten, Operationen, Schwangerschaften), Ihrer psychischen Verfassung (z. B. Stress, Ängste) und Ihrer Beziehung (z. B. Sexualleben). Im Anschluss können unterschiedliche körperliche Checks sinnvoll sein. Bei der Frau werden verschiedene Sterilitätstests, wie Untersuchungen des Urins, Ultraschall- und Hormonuntersuchungen ( Zyklusmonitoring), Bauch- oder Gebärmutterspiegelung durchgeführt. Beim Mann werden u.a. Hoden und Prostata abgetastet, Ultraschalluntersuchungen der Geschlechtsorgane gemacht und ein Spermiogramm erstellt. Letzteres erfolgt, um die Anzahl der intakten Samenzellen und deren Beweglichkeit festzustellen. Über 40 Prozent der Spermien sollten beweglich sein und mehr als 32 Prozent vorwärtsbeweglich.

 

5. Kann Unfruchtbarkeit vorgebeugt werden?                                                                                                               Sind organische Ursachen für die Unfruchtbarkeit verantwortlich, kann dem nicht vorgebeugt werden. Es empfiehlt sich aber die Umsetzung des Kinderwunschs nicht zu lange hinaus zu schieben. Statistisch gesehen haben jüngere Frauen bessere Chancen schwanger zu werden. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, sowie die Vermeidung von Über- und Untergewicht kann die Fruchtbarkeit außerdem erhalten. Nehmen Sie Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahr. Krebspatienten können Samen- und Eizellen vor einer Chemotherapie für eine spätere Befruchtung per Kryokonservierung einfrieren lassen. Umstritten ist das Modell des „Social Freezing“, bei dem Eizellen ohne medizinische Notwendigkeit eingefroren werden, um sich den Kinderwunsch zu einem späteren Zeitpunkt zu erfüllen.

 

6. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei unerfülltem Kinderwunsch?                                                              Die Behandlungsmethode bei unerfülltem Kinderwunsch richtet sich nach der Diagnose. In einigen Fällen kann schon ein Zyklusmonitoring, also die Beobachtung des Zyklus, weiterhelfen. Sind Hormonstörungen verantwortlich, werden Medikamente zur Normalisierung des Hormonhaushalts (z. B. mit dem Wirkstoff Clomifen) verschrieben. Sie stimulieren die Eierstöcke und können einen Eisprung auslösen, um dann auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Hierbei besteht das Risiko einer Überstimulation und die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsschwangerschaft steigt. Hormonbehandlungen gehen zur Vorbereitung auch häufig den Methoden zur künstlichen Befruchtung voraus.

 

Künstliche Befruchtung: Kinderwunschbehandlungen im Überblick

 

  • Samenübertragung (Intrauterine Insemination): Produziert der Mann zu wenige oder nicht ausreichend bewegliche Samenzellen, wird diese Kinderwunschbehandlung durchgeführt. Hierbei werden die Samenzellen aufbereitet und direkt mittels Katheter in die Gebärmutter der Frau übertragen, um so die Befruchtungschancen zu erhöhen. Die Erfolgsrate liegt pro Versuch bei fünf bis zehn Prozent.
  • In-vitro-Fertilisation (IVF): Bei dieser Behandlung werden der Frau Eizellen aus dem Eierstock entnommen und in einem Reagenzglas mit den Spermien des Mannes zusammengebracht. Nach einer erfolgreichen Befruchtung werden sie wieder in die Gebärmutter eingesetzt. Um die Chancen der Einnistung zu erhöhen, geschieht dies meist direkt mit zwei oder drei Embryonen. Die Erfolgsrate einer Behandlung liegt bei 25 bis 30 Prozent.
  • Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI): Diese Methode der künstlichen Befruchtung bei unerfülltem Kinderwunsch ist eine spezielle Art der In-vitro-Fertilisation. Ist die Spermienqualität des Mannes zu gering, kann eine einzelne Samenzelle direkt in die Eizelle injiziert werden und befruchtet in die Gebärmutter übertragen werden.
  • Testikuläre Spermienextration (TESE) und Mikrochirurgische Epididymale Spermienaspiration (MESA): Wenn sich in der Samenflüssigkeit des Mannes keine Samenzellen befinden, gibt es Möglichkeiten diese operativ aus dem Hoden (TESE) oder dem Nebenhoden (MESA) zu entnehmen. Gelingt dies, kann im Anschluss eine künstliche Befruchtung mit der ICSI-Methode erfolgen.

 

7. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer künstlichen Befruchtung?                                                                Klappt es mit dem Schwanger werden nicht, übernimmt die Krankenkasse die Untersuchungen zur Feststellung der Ursachen komplett. Bei den aufgeführten Methoden zur künstlichen Befruchtung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse 50 Prozent der Kosten, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:

 

  • Das Paar mit Kinderwunsch muss verheiratet sein.
  • Beide Partner müssen das Mindestalter von 25 Jahren erreicht haben. Die Frau darf maximal 40 Jahre alt und der Mann maximal 50 Jahre alt sein.
  • Die Behandlung muss medizinisch notwendig sein.
  • Es muss eine Beratung über die medizinischen, psychischen und sozialen Aspekte der künstlichen Befruchtung stattgefunden haben.
  • Aus ärztlicher Sicht muss eine hinreichende Aussicht auf Erfolg bestehen.

 

Die anteilige Kostenübernahme der Krankenkasse gilt für folgende Behandlungsanzahl:

 

  • Samenübertragung (Insemination) ohne hormonelle Stimulation der Eierstöcke bis zu achtmal, mit Hormonbehandlung bis zu dreimal.
  • IVF und ICSI bis zu drei Behandlungen. Aber die dritte wird nur übernommen, wenn es bei mindestens einer der ersten beiden Behandlungen zu einer Befruchtung der Eizelle im Glas kam.

 

Bei den privaten Krankenkassen variieren die Regelungen zur Kostenübernahme und sollten daher individuell erfragt werden. Handelt es sich

 

um Spendersamen, werden die Kosten in der Regel weder von gesetzlichen noch privaten Krankenkassen übernommen.

 

8. Welche Methoden sind in Deutschland verboten?                                                                                  Kinderwunschbehandlungen und Methoden zur künstlichen Befruchtung richten sich in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz und den von Ärztekammern erlassenen Handlungsrichtlinien. Im weltweiten Vergleich sind die Bestimmungen in Deutschland am strengsten. So dürfen bei der Befruchtung ausschließlich Samenzellen des Ehepartners verwendet werden. Leihmutterschaften, das Klonen von Embryonen sowie die Geschlechterauswahl oder die Untersuchung des Embryos auf Krankheiten vor der Übertragung in die Gebärmutter sind verboten.

 

9. Untersuchungsergebnis „Unfruchtbar“ – Wie verarbeitet man diesen Schock?                                                        Dass die Kinderlosigkeit akzeptiert werden kann, ist für viele Paare immer noch ein Tabuthema. Häufig schämen sich Betroffene dafür, dass es nicht geklappt hat. Sie werden von Minderwertigkeitsgefühlen geplagt. Die drängenden Fragen von Freunden und Familie verstärken diese Gefühle oft. Paare ziehen sich zurück, meiden soziale Kontakte, erleben Beziehungskrisen und trennen sich im Zweifelsfall sogar. Die tiefe Traurigkeit über den unerfüllten Kinderwunsch und das Gefühl der Machtlosigkeit sind schwer zu ertragen. Sprechen Sie mit Ihrer Umwelt über Ihre Probleme, Ängste und Gefühle. Sie sind nicht alleine! Nehmen Sie psychologische Hilfe in Anspruch und lassen Sie sich beraten. In einer Therapie können nicht nur die Gefühle aufgearbeitet, sondern auch neue Wege für die Zukunft entdeckt werden.

 

10. Trotzdem eine Familie werden – Welche Möglichkeiten gibt es für Sie bei unerfülltem Kinderwunsch                          Bleiben alle Kinderwunschbehandlungen ergebnislos, können Sie sich Ihren Wunsch nach einer Familie trotzdem erfüllen. Eine Möglichkeit ist die Embryonenspende. Kommt eine Adoption für Sie infrage, sollten Sie sich ausführlich darüber informieren. Ein Adoptionsverfahren in Deutschland dauert und ist mit Hürden verbunden, aber nicht aussichtslos. Sie haben außerdem die Möglichkeit Pflegekinder bei sich aufzunehmen und ihnen - (meist) mit einem zu Hause auf Zeit - ein familiäres Umfeld zu bieten. Beschäftigen Sie sich zudem mit der Frage „Wie könnte mein Leben ohne eigene Kinder aussehen?“ Sie können es trotzdem erfüllend gestalten und sich zum Beispiel ehrenamtlich für Kinder engagieren.

 

Als letzte Möglichkeit wäre noch die Reproduktionsmedizin zu nennen                                                                                          Die Reproduktionsmedizin setzt dann an, wenn Störungen bei der natürlichen Fortpflanzung auftreten. Die Methoden der künstlichen Befruchtung sind heute sehr vielversprechend.